Freitag, 20. Januar 2017

Splitter

Supi. Trump ist Präsident.
Was soll man da sagen außer "je suis USA"?



***
Wer dieser Tage die jährliche Dokumentation über Schnabeltiere das RTL-Dschungelcamp schaut, wird feststellen, dass sich etliche der Teilnehmer schaufelähnliche Gebilde haben ins Gesicht operieren oder spritzen lassen. Normalerweise wäre mir das keine Erwähnung wert, aber ich hab gerade beim Einkaufen irgendeine Menopausierende gesehen, die sich ähnlich hat verunstalten lassen.
Was denken die sich dabei? Auf welchem Planeten gilt ein ständig einen Spalt offenstehendes Breitmaul als Schönheitsideal? Nur weil Modetante Donaldtella Versace, die mittlerweile aussieht, als hätte Daisy Duck mit einer Wurzelbürste ein Kind gezeugt, so rumläuft?
Oder ist das eine indirekte Bewerbung für den nächsten "Batman"-Film?


***
Medien:



Make Winter great again!

***

Fundstück (als Basteltipp für Eigenheimbesitzer)


Donnerstag, 19. Januar 2017

Zeitreise

Nee, keine Angst. Jetzt kommt kein Ausflug in die Zeit vor Trump, vor 1989 oder 1933.
Das überlass ich Herrn Höcke...

















Nö, ich habe gerade "Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt" von Sebastian Schnoy gelesen. Darin geht es, kurz gesagt, um einen heiteren Ritt durch die Geschichte der Zivilisation, unter der Prämisse, Kriege mal beiseite zu lassen, mit besonderem Blick auf die Geschichte der "Deutschen" bzw derer, die sich auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands in den vergangenen Jahrtausenden so tummelten.

In dem Buch wird u.a. auch aufgezeigt, wie hoch entwickelt die Gesellschaft in der griechischen und römischen Antike bereits war.

Dabei kam mir folgendes Gedankenspiel: Zeitreisen sind ja ein beliebtes Feature im Science Fiction - Genre. Oft reist dabei jemand aus der Gegenwart zu irgendeinem Punkt in der Vergangenheit und ist dort mit seinem Zukunftswissen schnell der "Crack", der den Mittelalter-Homies erstmal zeigt, wo der Bosch-Hammer hängt.
Ich hab mir nun gedacht, was ich den Menschen im alten Rom so an überlegenem Wissen und Fähigkeiten anzubieten hätte, wenn es mich in die römische Antike katapultieren würde.

Ich kam leider auf erstaunlich wenig.
Sieht man mal über die offensichtliche Sprachbarriere hinweg (ich denke, mit meinem "quod erat demonstrandum", "quit pro quo" und "homo erectus" komme ich nicht sehr weit*), fällt mir relativ wenig ein, was ich den Römern konkret hätte anbieten können. Wir wissen zwar viel über alles mögliche (oder bilden es uns zumindest ein), aber was wissen wir denn wirklich über die Herstellung von Dingen (ich rede jetzt mal nicht von Leuten, die aufgrund ihres Berufes spezielles Sparten-Wissen haben)?

Könnte ich einem Römer erklären, wie man Stahl herstellt?  Nicht wirklich. Elektrizität? Auch nicht, und selbst wenn: Wohin damit?

So ziemlich alles, was wir heute benutzen, setzt aufwendige Verarbeitungsprozesse von Metallen oder Erdöl voraus. Wir wissen zwar "so ungefähr", wie Dinge produziert werden, aber eben nicht genau. Und selbst wenn wir es genau wissen, benötigt man in der Regel zur Herstellung wieder andere Dinge, über deren Herstellung wiederum wir nichts oder wenig wissen.

Auf anderen Gebieten könnte ich den antiken Römern wenig vormachen. Das Rad gab's schon seit einer Weile, in der Baukunst wurden überragende Bauten geschaffen, die z.T. noch heute stehen, und in Sachen Naturmedizin hat man heute evtl. sogar etliches wieder vergessen.

Das einzige, was mir als direkt umsetzbar eingefallen ist, ist der Buchdruck. Nur: Dafür braucht man Tinte und Papier, und es nützt nur was, wenn man Dokumente in großer Stückzahl herstellen möchte. Gab es soviel drucktaugliches Papier und vernünftige Tinte im alten Rom? Wenn nein: Wüßte ich, wie man beides herstellt? Wieder nicht so ganz 100%ig genau. Selbst wenn: Hätte der Buchdruck jemandem genutzt? Wir wissen ja nicht einmal genau, wieviele Menschen damals wirklich alphabetisiert waren.

Ich könnte den Römern noch sagen, dass Weintrinken aus Bleibechern keine so gut Idee ist, aber ob ich damit einen Blumentopf Amphore gewinnen würde, ist fraglich.

Bliebe nur der Eingriff in die Geschichte. Varus vorwarnen? Oder Cäsar? Den Römern sagen, dass sie 218 v. Chr. am Alpenrand nach Elefanten Ausschau halten sollen? Letzteres würde mir schon allein deswegen schwerfallen, weil die heutige Zeitrechnung noch gar nicht in Gebrauch war.

Wenn ich nicht in geschichtliche Abläufe eingreifen möchte (traditionell sowieso das große No-No bei Zeitreisen), bliebe mir, um in der Antike mein Glück zu machen, nur, in der Arena auf Spartakus zu setzen (vorausgesetzt, ich lande zum richtigen Zeitpunkt). Aber was setze ich, als mittelloser Neuankömmling aus der Zukunft? Den zerknitterten Euro-Schein, den ich zufällig noch in der Tasche habe?

Daher mein Aufruf an meine Leser: Was fällt euch ein, das ihr spontan einem Römer an Wissen und Fähigkeiten anbieten könntet?

*) Ich würde sogar vermuten, dass ich mit dem heutigen Schul-Latein nicht sehr weit gekommen wäre, wenn mich die Zeitmaschine beim "einfachen Volk" abgeladen hätte.

Neuer Beitrag auf "Der Alleskommentierer"

http://meinungsmache.blogspot.de/2017/01/tatzeit-heute-1600-tatort-phoenix.html

Donnerstag, 10. November 2016

Trump around the World

Wohin man schaut: Trump, Brexit, AfD und all die anderen Populisten im Rest der Welt: Wer wählt die?

Antwort: Der Statistik nach sind es IMMER in der Mehrzahl alte, weiße Männer mit geringer Bildung und leichter Neigung zum Waffenstreicheln, die der "guten, alten Zeit" nachtrauern, als die Frau noch in der Küche und der Neger noch in Afrika war, Gott sei gepriesen.

Vielleicht erleben wir gerade das letzte Aufbäumen der Spezies "alter, weißer Mann", jener ranzigen Nachkriegsgeneration, die in den letzten 40 Jahren miterleben mußte, wie ihr all die liebgewordenen Spielzeuge bzw. Domänen abspenstig gemacht wurden. Von den Frauen, den Jungen, den "Fremden", den besser Ausgebildeten, den Reicheren. Der einzige Affenfelsen, der ihnen geblieben ist, um mit rot leuchtendem Gesäß vor den Gesinnungsgenossen herumzustolzieren, ist der Stammtisch/die Montagsdemo/die Trump Rally.
Nun, kurz vor dem wohlverdienten Aussterben, rotten sie sich noch einmal zusammen und schlagen mit dem einzigen um sich, das ihnen noch geblieben ist: ihrer Wählerstimme.

Bye-bye, Homo sollicitus civicus. Nachdem ihr und eure Vorgänger tausende Jahre daran verschwendet habt, nach Gründen zu suchen, die Menschheit zu spalten, wachsen nach euch Generationen heran, die begreifen, dass die Menschheit sich daran orientieren muss, was sie eint, wenn wir als Spezies überleben wollen. Zumindest hoffe ich, dass ich das noch so erlebe.